Was ist Fakt in der Landwirtschaft ?

Klimaeffekte der Landwirtschaft

Sonnenenergie und atmosphärisches Kohlendioxid sind unbegrenzt verfügbare Naturgratisfaktoren, auf denen - dank Fotosynthese - jegliche Landwirtschaft beruht.

Seit 12.000 Jahren versuchen Landwirte, durch optimierte Agronomie und Züchtung die Wachstumsbedingungen für die Pflanzen ständig so zu verbessern, dass die nur begrenzt verfügbaren Nährstoffe und das Wasser immer effizienter verwertet werden.

Die Jahresdurchschnittstemperatur in Mitteleuropa und der globale CO2-Gehalt der Atmosphäre steigen an, seit es dafür verlässliche Aufzeichnungen gibt. Die europäische Landwirtschaft wird nicht wegen des steigenden CO2-Gehaltes, sondern wegen des prognostizierten weiteren Temperaturanstiegs und dessen Auswirkungen auf die Niederschlagsverteilung zur ständigen Anpassung gezwungen.

Diese agrarwissenschaftliche Herausforderung infolge der Klimaveränderungen rückt stärker in das öffentliche Bewusstsein.
Dabei war und ist die Minimierung des Ressourcenverbrauchs je Produkteinheit -
auch völlig unabhängig von der aktuellen Klimadiskussion - die permanente Aufgabenstellung für die Agrarwissenschaft und die landwirtschaftliche Praxis.

Die klimapolitische Diskussion (Klimaschutzplan 2050, Klimapaket der Bundesregierung 2019) ignoriert infolge der einseitigen Fokussierung auf die Treibhausgas-Emissionen diese Leistung der photosynthetischen Kohlenstofffixierung in landwirtschaftlichen Marktprodukten. Diese einseitige Betrachtung führt zu verheerenden Fehleinschätzungen der leistungsorientierten Agrarproduktion.
Landwirtschaft selbst kann die Treibhaus-Emissionen nur begrenzt reduzieren, ohne die Erzeugung von Nahrungsgütern einzuschränken bzw. die Treibhausgas-Fixierung zu verringern.
Diese klimapolitische Fehleinschätzung der Wechselwirkungen zwischen Klima und Landwirtschaft ist der Gegenstand der „Agrarfakten Klimaeffekte der Landwirtschaft“. 

Darin werden folgende Fragen beantwortet:

1.     Wodurch beeinflusst die Landwirtschaft die nationale Treibhausgasbilanz?

2.     Bestehen klimapolitisch Unterschiede zwischen der Landwirtschaft und anderen Wirtschaftsbereichen?

3.     Wie erfolgt die THG-Bilanzierung für landwirtschaftliche Betriebe?

4.     Darf die in der landwirtschaftlich erzeugten Biomasse fixierte Kohlenstoffmenge bilanzwirksam bewertet werden?

5.     Weshalb werden die Emissionen bei der Herstellung und Lieferung von Produktionsmitteln (Vorkette)
  für die Landwirtschaft in der KUL-THG-Bilanz bewertet?

6.     Wie wirkt der steigende CO2-Gehalt der Atmosphäre auf die Pflanzen?

7.     Beeinflusst die unterschiedliche Verwendung der landwirtschaftlichen Biomasse die Treibhausgasbilanz der                       
  landwirtschaftlichen Betriebe?

8.     Welchen Einfluss hat die Tierhaltung auf den betrieblichen THG-Saldo?

9.     Worin besteht der Unterschied zwischen der CO2-Aufnahme der Pflanzen und der im Erntegut fixierten Kohlenstoffmenge?

10.   Welchen Einfluss haben unterschiedliche Nutzungsformen und Bewirtschaftungsintensitäten auf den Treibhausgas-Saldo?

11.   Welche Schlussfolgerungen ergeben sich aus den Modellberechnungen?


Lesen sie die Antworten zu diesen Fragen hier:  AF THG_Landwirtschaft GB 31 20200122.pdf (370919)

 

© 2013 Alle Rechte vorbehalten.

Unterstützt von Webnode